LogoJägervereinigung Spessart‑Aschaffenburg e.V.

Infoseite zur Afrikanischen Schweinepest

  • Erhöhung der Abschussprämie von Schwarzwild auf 100 €

    Als Teil eines Maßnahmenpakets im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest hat die Bayerische Staatsregierung die Abschussprämie für Frischlinge, Überläuferbachen und Bachen, die für die Aufzucht von Jungtieren nicht notwendig sind, ab dem kommenden Jagdjahr von 20 € auf 100 € erhöht. Dies gilt jedoch nur für Landkreise, die an Thüringen, Sachsen oder Tschechien angrenzen. Für den Landkreis Aschaffenburg gilt also weiterhin die Prämie von 20 €. Der Antrag zur Auszahlung der Prämie für das Jagdjahr 2018/2019 kann auf der Homepage des BJV heruntergeladen werden: Erstattungsantrag für erlegtes Schwarzwild

    Zum neuen, bayerischen "ASP-Abwehr-Paket" zählt ferner, dass die bestehenden Wildzäune entlang der Autobahnabschnitte Aschaffenburg-Bayreuth sowie Hof-Passau auf Lücken überprüft und ergänzt werden. Das Ministerium habe zudem zusätzlich 150 Kilometer Wild- und Elektrozäune sowie 100 Kilometer Duftzaun erworben, um bei einem Ausbruchsfall in einem benachbarten Land unverzüglich weitere Zäune aufbauen zu können.

  • ASP in Belgien

    In Belgien wurde 2020 wieder ein ASP-Fall bei Wildschweinen registriert. Das Jahr 2019 schloss mit 482 Fällen. Dies entspricht 830 mit dem Virus infizierten Wildschweinen (Stand: 17.12.2019). In den betroffenen Gebieten wurden zahlreiche Zäune errichtet (ca. 250 km), um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

  • ASP in Polen

    In unserem östlichen Nachbarland hat die Afrikanische Schweinepest einen weiteren großen Sprung gemacht, hier muss leider wieder vom Menschen als Überträger ausgegangen werden.

    Südlich der Stadt Zielona Góra (Grünberg) in Schlesien, nahe Nowogród Bobrzanski (Naumburg am Bober) sind Anfang Dezember 2019 mehrere tote, infizierte Sauen gefunden worden, etwa 50 Km von der deutschen Grenze entfernt. Bis 10. Januar wurden in diesem Seuchengebiet ca. 50 ASP positive Kadaver in bis zu 21 km Nähe zur deutschen Grenze (Brandenburg) gefunden. Die ASP hat damit einen Sprung von etwa 300 km in westliche Richtung gemacht. Die auf polnischer Seite eingerichteten Restriktionszonen reichen bis an die deutsche Grenze und berühren die brandenburgischen Landkreise Spree-Neiße und Oder-Spree.

    Auf der Homepage des Friedrich-Löffler-Institutes können sie sich stets über die aktuelle Lage informieren.

  • 20. Mai 2019: Aktueller Sachstand zur ASP in Belgien

    807 infizierte Wildschweine, davon 784 Kadaver und 23 krank erlegt

  • 07. Mai 2019: Aktueller Sachstand zur ASP in Belgien

    786 infizierte Wildschweine, davon 764 Kadaver und 22 krank erlegt.

  • 26. März 2019: Aktueller Sachstand zur ASP in Belgien

    708 infizierte Wildschweine, davon 690 Kadaver und 18 krank erlegt.

    6 Fälle nur 5 km von der Grenze zu Luxemburg entfernt

  • 20. März 2019: Aktueller Sachstand zur ASP in Belgien

    668 infizierte Wildschweine, davon 651 Kadaver und 17 krank erlegt.

  • 14. Februar 2019: Aktueller Sachstand zur ASP in Belgien

    Bis zum 11.02.2019 wurden in Belgien 457 Fälle von ASP registriert.
    Davon 444 Kadaver und 13 krank erlegte Tiere.

  • 23. November 2018: Aktueller Sachstand zur ASP in Belgien

    Anzahl ASP-positiv getesteter Wildschweine bis zum 27.11.2018: 101 Stück (Friedrich-Löffler-Institut)

    Erster Totfund: 09.09.2018

    Erster positiver Test: 13.09.2018

    Ort des Ausbruchs: Südbelgien in der Provinz Luxemburg südlich der Stadt Ètalle (Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg)

    PDF: Download einer aktuellen Aufstellung

  • 29. Januar 2018: Aktuelle Meldungen zur ASP

    Tierseuchengeschehen: Link zur Homepage des Friedrich-Löffler-Institut

  • 29. Januar 2018: Aktuelle Meldungen zur ASP

    Tierseuchengeschehen: Link zur Homepage des Friedrich-Löffler-Institut

  • 18. Januar 2018: Allgemeine Informationen des Veterinäramts, Aschaffenburg

    Abschussprämie: Link zur Homepage des BJV

    Fallwildprämie: Link zur Homepage des BJV

    Weiter finden Sie hier ein Infoblatt zu der Afrikanischen Schweinepest: Download

  • 15. Januar 2018: Jägervereinigung sieht Forderung des Bauernverbandes kritisch, Aschaffenburg

    Die Jägervereinigung Spessart – Aschaffenburg e.V. begegnet der Forderung des Bauernverbandes, wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) den Wildschweinbestand in Deutschland um 70 % zu reduzieren, mit Skepsis.

    Angesichts der Konsequenzen im Falle eines Auftretens der ASP in Deutschland ist die Forderung nachvollziehbar, in der Praxis jedoch realistisch nicht umzusetzen. Durch intensiven Mais- und Rapsanbau sowie durch milderes Klima sind die Schwarzwildbestände in den vergangenen Jahren in einem Ausmaß angestiegen, welches eine derart massive Reduktion unmöglich macht. Abgesehen davon kann niemand mit Sicherheit sagen, wie viele Wildschweine es in Deutschland gibt.

    Eine klare Absage erteilt die Jägervereinigung der Aufhebung des Muttertierschutzes. Jungtieren zur Aufzucht erforderliche Muttertiere wegzunehmen ist mit den Grundaussagen des Tierschutzes, der in Bayern Verfassungsrang hat, nicht vereinbar. Somit ist der Muttertierschutz ein hohes jagdliches und ethisches Gut, welches nicht abgeschafft werden darf.

    Da Wildschweine meist standortreu sind, ist eine Einschleppung der ASP nach Deutschland durch das Schwarzwild sehr unwahrscheinlich. Ein weitaus größeres Risiko stellen Reisende und Berufskraftfahrer dar, an deren Schuhen, Kleidern und Fahrzeugen der widerstandsfähige Erreger der ASP haften kann. Auch durch importierte Nahrungsmittel aus Schweinefleisch, welche beispielsweise durch Speiseabfälle entlang von Autobahnen dem heimischen Schwarzwild zugänglich sein können, steigt die Gefahr der Einschleppung des für Menschen unschädlichen Virus.

    Die hohen Streckenzahlen beim Schwarzwild belegen, dass die Jäger dieser Wildart bereits seit Jahren intensiv und erfolgreich nachstellen, dies wird man auch in der Zukunft so handhaben.

    Eine nachhaltige Reduktion der Schwarzwildbestände ist jedoch nicht allein durch Bejagung zu schaffen. Hierfür ist auch ein Umdenken in der Landwirtschaft erforderlich. Durch intensiven Mais- und Rapsanbau findet das intelligente und anpassungsfähige Schwarzwild mittlerweile optimale Lebensbedingungen vor, welches dieses mit einer entsprechenden Vermehrung quittiert.

    Daher wären eine naturnahe Landwirtschaft einhergehend mit einer Reduzierung der Mais- und Rapsfläche ein wichtiger Beitrag der Landwirtschaft, welcher letztlich auch dem Niederwild zu Gute kommt. Auch ist eine Unterstützung der Jäger durch Bejagungsschneisen in Maisflächen unumgänglich.

    Florian Ritsch, 1.Vorsitzender und Patrick Salg, 2.Vorsitzender