LogoJägervereinigung Spessart‑Aschaffenburg e.V.

Termine & Neues

Auf dieser Seite informieren wir sie über anstehende Veranstaltungen und Termine.

  • 27. April 2021: 35 Jahre nach dem Super-Gau: Wild aus dem Spessart sorgenfrei genießen

    Am 26. April 1986 ereignete sich in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl, nahe der ukrainischen Stadt Prypjat, eine Reaktorkatastrophe, bei der es zu einem großen Austritt radioaktiven Materials kam. Insbesondere Cäsium-137 (Cs-137) kontaminierte durch den sogenannten Fallout auch Teile Deutschlands. In Bayern waren vor allem Gebiete des Voralpenlandes, das Münchener Umland, der Bayerischen Wald sowie der Oberpfälzer Wald betroffen.

    Die Halbwertszeit von Cs-137 beträgt 30,17 Jahre, das heißt die Hälfte des anfänglichen Wertes an Radioaktivität ist nun zerfallen. Vor allem Pilze können vermehrt belastet sein, da sie das radioaktive Material auch aus tieferen Bodenschichten über die Wurzeln nach oben fördern. Speziell Schwarzwild nimmt Pilze gerne als Nahrung auf wodurch es zu einer Anreicherung im Wildkörper kommen kann. Daher ist in einigen Gegenden Bayerns radioaktive Belastung in unterschiedlicher Stärke bis heute gegeben. Der landkreis Aschaffenburg blieb von der radiaktiven Wolke aus Tschernobyl weitestgehend verschont, so dass radioaktive Belastung hier kaum eine Rolle spielt.

    Für Aschaffenburg unterhält Dr. Klaus Bsonek die Radiocäsium-Messstation des Bayerischen Jagdverbandes. Hier können Jäger aus Stadt und Landkreis Proben ihrer erlegten Wildtiere abgeben und testen lassen. Denn „in Deutschland ist es nicht erlaubt, Lebensmittel mit einem Radiocäsiumgehalt von mehr als 600 Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg) in Verkehr zu bringen“, wie der Apotheker im Ruhestand aus Kleinostheim erläutert. Seit 2011 werden Testmessungen stichprobenweise, jedoch permanent und flächendeckend durchgeführt. Dr. Andreas Treitl, Vorsitzender der Jägervereinigung Kahlgrund, ergänzt, dass bei den Messungen im Landkreis Aschaffenburg bislang noch nie eine Überschreitung dieses Grenzwertes festgestellt wurde.

    „Wild aus dem Spessart ist unbedenklich, nachhaltig und gesund“ weiß auch Johannes Maidhof, der Vorsitzende der Jägervereinigung Spessart-Aschaffenburg. Über registrierte Wildabgabestellen können auch Nichtjäger in den Genuss dieses natürlichen Lebensmittels kommen, dass für Abwechslung auf dem Esstisch sorgt und regional gewonnen wird. „Wild ist besser als Bio“ sind sich die drei Jäger deshalb einig. Sie werden auch weiterhin dafür Sorge tragen, dass der Verzehr ein Genuss ohne gesundheitliches Risiko bleibt.

    Download der gesamten Mitteilung
-->